Handarbeit als gelebte Solidarität
Das Nürnberger Nadelglück verbindet seit 2015 Menschen unterschiedlicher Generationen, Lebenssituationen und Hintergründe.
Was bei uns entsteht, sind nicht nur Handarbeiten.
Es entstehen Beziehungen, Verantwortung und konkrete Hilfe.
Unsere Werke gehen an Einrichtungen und Familien in Nürnberg und der Region,
die in besonders herausfordernden Lebenslagen stehen.
Wir unterstützen Menschen,
– die Schutz suchen,
– die Unterstützung im Alltag brauchen,
– die von Wohnungslosigkeit betroffen sind,
– die in Pflegeeinrichtungen leben,
– oder die mit schwerer Krankheit konfrontiert sind.
Unsere Handarbeiten sind für Menschen gedacht, die Wärme brauchen – im wörtlichen und im übertragenen Sinn.
Dabei arbeiten wir mit festen Partnern zusammen und bleiben zugleich offen für aktuelle Bedarfe.
Aktuelle Spendenempfänger
Lilith e.V.
Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenssituationen
Lilith e.V. begleitet Frauen im Kontext von Sucht, Gewalt und Prostitution.
Hier wirken unsere Handarbeiten als Zeichen von Würde und Wertschätzung.
Sie erreichen Frauen, die häufig wenig materielle Sicherheit erfahren –
und noch weniger gesellschaftliche Sichtbarkeit.
Hier findest du unsere Spendenübergaben an Lilith:
- Spendenübergabe am 21.10.2025
- Spendenübergabe am 03.04.2025 bei Lilith
- Spendenübergabe am 17.12.2024 bei Lilith
- Bericht von der Spendenübergabe Lilith e.V. 15. Oktober 2024
- Halloween mit Herz und Nadel
- Spendenübergabe bei Lilith e.V. am 14. Mai 2024
- 12. März 2024 – Abgabe bei Lilith e.V.
- Spendenübergabe 27.11.2023
- Spenden Übergabe an Lilith e.V. am 20.07.2023
- Erste Spenden 2023 an Lilith e.V. am 31.03.2023
- Spenden 2022
- Spendenprojekt: Unterstützung für Lilith e.V.
Mehr über Lilith e.V.
Hans-Schneider-Haus
(Träger: AWO Kreisverband Nürnberg e.V.)
Im Hans-Schneider-Haus leben pflegebedürftige Menschen, viele hochbetagt, teilweise mit Demenz.
Unsere Decken, Schals und Mützen gehen an Bewohnerinnen und Bewohner,
für die Individualität im Pflegealltag nicht selbstverständlich ist.
Handarbeit bringt hier:
– Wärme
– Farbe
– persönliche Zuwendung
Sie ergänzt professionelle Pflege um ein menschliches Element.
Hullu e.V.
Unterstützung für schwerstkranke Kinder und ihre Familien
Hullu e.V. begleitet palliativ betreute Kinder und ihre Familien – medizinisch, psychosozial und unbürokratisch.
Hier unterstützen wir Familien,
deren Alltag von Krankheit, Unsicherheit und existenziellen Fragen geprägt ist.
Eine handgemachte Decke ist hier kein Accessoire.
Sie ist ein stilles Zeichen von Mitgefühl.
Mehr über Hullu e.V.: https://www.hullu-kinderpalliativ.org/
Zukünftige Spendenaktionen dokumentieren wir hier im Blog.
Wofür unsere Handarbeiten gedacht sind
Unsere Werke entstehen freiwillig.
Ohne Auftrag.
Ohne Verkaufsdruck.
Sie sind gedacht für:
– Menschen ohne festen Wohnsitz
– Frauen in Schutz- und Beratungsangeboten
– Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen
– schwerstkranke Kinder und ihre Familien
– soziale Einrichtungen mit begrenzten Mitteln
Kurz gesagt:
Für Menschen, die Wärme gebrauchen können.
Unser Motto
„Das Nadelglück fängt mit unserem eigenen Glück an.
Nur wenn wir glücklich sind, können wir dieses Glück auch teilen.“
Dieses Motto ist unser Arbeitsprinzip.
Wenn das Garn nicht durch die Finger laufen will, darf es zurückgegeben werden.
Wenn ein Projekt nicht gelingen will, entsteht etwas anderes.
Ehrenamt soll Freude machen. Nicht Druck.
Wir glauben:
Nachhaltiges Engagement entsteht nicht aus Pflichtgefühl,
sondern aus innerer Zustimmung.
Und genau dieses Glück – ruhig, ehrlich, handgemacht – geben wir weiter.
Unsere Zusammenarbeit mit Spendenempfängern
Wir fertigen keine Auftragsarbeiten.
Wir sind kein Produktionsbetrieb.
Und unsere Handarbeiten werden nicht verkauft.
Ein Paar Socken braucht viele Stunden.
Wenn dafür am Ende nur der Materialwert erzielt wird,
ist das keine Wertschätzung der geleisteten Arbeit.
Darum verkaufen wir nicht. Wir verschenken.
Aus Respekt vor dem Handwerk. Und aus Achtung vor dem Ehrenamt.
Wir sagen oft augenzwinkernd:
Wir sind ein bisschen wie der Weihnachtsmann.
Man darf sich etwas wünschen – aber ob, wann und in welcher Form es erfüllt wird, bleibt offen.
Warum?
Weil wir von Ehrenamtlichen keine Auftragsarbeiten verlangen können. Das wäre keine Freiwilligkeit mehr.
Unsere Handarbeiten entstehen aus Freude. Und genau diese Freude macht sie wertvoll.
Was das für unsere Partner bedeutet
Unsere Spendenempfänger wissen:
– Es gibt keine garantierten Stückzahlen.
– Es gibt keine festen Liefertermine.
– Es gibt keine Verpflichtung.
Stattdessen gibt es:
– Verlässlichkeit im Miteinander
– Transparenz in der Kommunikation
– Ehrlichkeit über Möglichkeiten und Grenzen
Diese Form der Zusammenarbeit erfordert Toleranz – und sie schafft Vertrauen.
Unsere gesellschaftliche Wirkung
1. Niedrigschwellige Teilhabe
Beim Nürnberger Nadelglück kann jede und jeder mitmachen – unabhängig von Alter, Einkommen oder Vorerfahrung.
Es gibt keine Leistungsanforderung, keinen Produktionsdruck.
Wir schaffen einen Raum, in dem Engagement beginnen darf – ohne Hürde.
2. Generationenübergreifende Gemeinschaft
Menschen zwischen Anfang 20 und über 80 arbeiten gemeinsam.
Wissen wird weitergegeben.
Erfahrungen werden geteilt.
So entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt – im Kleinen und im Konkreten.
3. Reflexion und Weiterentwicklung
Wir überprüfen regelmäßig:
– Welche Einrichtungen haben Bedarf?
– Wo entsteht echte Wirkung?
– Wo können wir verlässlich unterstützen?
Wir verstehen Engagement nicht als Aktion, sondern als Beziehung.
4. Nachhaltigkeit
– Verwendung gespendeter Materialien
– langfristige Kooperationen
– kontinuierliche Treffen seit 2015
– dokumentierte Spendenübergaben
Unsere Initiative ist kein kurzfristiges Projekt,
sondern gewachsenes bürgerschaftliches Engagement.
Offen, einladend, entwicklungsfähig
Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind jederzeit willkommen.
Neue Kooperationen prüfen wir sorgfältig.
Wir reagieren auf gesellschaftliche Veränderungen.
Unser Engagement verbindet:
Handwerk.
Gemeinschaft.
Verantwortung.
Warum wir das tun
Weil Handarbeit mehr sein kann als ein Hobby.
Sie kann Brücken bauen.
Zwischen Generationen.
Zwischen sozialen Milieus.
Zwischen Menschen, die helfen – und Menschen, die Hilfe brauchen.
Und genau darin sehen wir unseren Beitrag zu einer solidarischen Stadtgesellschaft.