Ein guter Start ins Jahr 2026 – was sich in den ersten zwei Monaten bewegt hat
Die ersten Wochen des Jahres 2026 standen beim Nürnberger Nadelglück ganz im Zeichen von Begegnung, Ankommen und Weitertragen. Nicht im großen Rampenlicht, sondern dort, wo unsere Arbeiten ihren Platz finden sollen: bei konkreten Menschen.
Neues Haus, vertraute Haltung: Besuch im Käte-Reichert-Haus
Gemeinsam mit Nicole war Katrin im Januar im Käthe-Reichert-Haus, ebenso wie das Hans-Schneider-Haus in der Trägerschaft der AWO. Ziel war es, uns als Nürnberger Nadelglück persönlich vorzustellen und zu zeigen, was bei uns entsteht – und vor allem wie wir arbeiten.
Wir hatten Beispiele unserer Werke dabei: Decken, Tücher, Socken. Nicht als Ausstellung, sondern als Einladung, sich ein Bild zu machen. Im Gespräch mit der Heimleitung und den Bereichsleiterinnen erzählten wir von unseren bisherigen Erfahrungen im Hans-Schneider-Haus: was sich bewährt hat, was gut angenommen wird und warum wir bewusst ohne feste Zusagen, Termine oder Versprechen arbeiten.

Besonders schön war ein Moment, der ganz von selbst entstand:
Noch während des Gesprächs fielen Namen.
„Oh, das wäre doch genau etwas für Frau …, die friert doch immer.“
„Und Herr … wünscht sich doch schon länger so etwas.“
Aus allgemeinen Beispielen wurden plötzlich konkrete Menschen. Genau dafür machen wir das.
Die mitgebrachten Stücke durften gleich im Haus bleiben – und wurden unmittelbar verteilt. Wir haben vereinbart, den Kontakt fortzuführen: Wünsche dürfen geäußert werden, alles darf gedacht werden, ohne Anspruch und ohne Zeitdruck. Der weitere Austausch läuft künftig über Nicole, unsere „Altenheim-Kompetenz“, die diesen Bereich mit viel Erfahrung und Feingefühl begleitet.
Hans-Schneider-Haus: Abschied, Übergang und neue Begegnungen
Nicole brachte im Anschluss auch wieder Spenden ins Hans-Schneider-Haus. Dort gibt es eine Veränderung:
Unsere bisherige Ansprechpartnerin, Frau Basedow, geht den nächsten Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung und wechselt nach Schwabach in ein anderes AWO-Haus, um sich auf ihre zukünftige Tätigkeit als Heimleiterin vorzubereiten.
Wir blicken darauf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Zusammenarbeit war vertraut und herzlich, umso mehr wünschen wir ihr für diesen Schritt alles Gute. Schwabach ist ja glücklicherweise nicht aus der Welt – und wir hoffen, in Verbindung zu bleiben.
Ansprechpartnerin im Haus bleibt weiterhin Frau Hahn. Zusätzlich ergab sich eine schöne neue Begegnung: Der Heimleiter, den wir bislang noch nicht persönlich kannten, kam dazu und erfuhr auf diesem Weg mehr über das Nürnberger Nadelglück. Seine Reaktion war offen, interessiert und sehr wertschätzend – inklusive klarer Unterstützung für die weitere Zusammenarbeit. Solche Momente freuen uns besonders, weil sie zeigen, dass unsere Haltung verstanden wird.
Lilith e. V.: Freude, volle Räume und ein klarer Wunsch
Der dritte Schwerpunkt lag – ganz aktuell – bei Lilith e. V.
Im Rahmen der Spenden rund um Ostern, das Zuckerfest und weitere Anlässe brachte Katrin wieder Arbeiten vorbei. Dieses Mal war es etwas enger als sonst: Das Kinderzimmer war belegt, also breiteten wir unsere Sachen kurzerhand im Arztzimmer aus. Improvisation gehört eben dazu.


Die Reaktionen waren wie immer sehr herzlich.
Die Herzenkissen wurden sofort freudig entgegengenommen.
Die großen Patchworkdecken gehen weiter an Lilliput, wo sie voraussichtlich gut eingesetzt werden können.
Tücher und Socken sind ohnehin stets willkommen.
Bei dieser Gelegenheit kam ein sehr konkreter Hinweis aus dem Team der Streetworker:
Große Socken in Erwachsenengröße sind aktuell besonders gefragt. Sie werden von den Streetworkerinnen sehr gern auf ihren Touren mitgenommen – als praktische Hilfe und als Türöffner für Gespräche mit Frauen, die auf der Straße leben. Warme Füße sind dabei kein Detail, sondern echte Unterstützung.
Natürlich bleiben auch Decken, Mützen und Schals wichtig und willkommen.
Aber wenn es im Moment einen echten „Highlight-Bedarf“ gibt, dann sind es:
große, warme Socken für Erwachsene.