Im Mai 2017 wurde das Nürnberger Nadelglück eingeladen, Teil eines Kunstprojekts zu werden – und zwar nicht irgendeines: Der #blauerreformkiosk von Petra Schleifenheimer stand im Fürther Stadtpark und griff das Lutherjahr – 500 Jahre Reformation auf.

Und was wäre naheliegender, als aus diesem Anlass… 1517 Granny Squares zu häkeln und zu stricken?
Die Idee war so verrückt, dass sie uns sofort gefiel.
Ob das zu schaffen sei? Na klar – die Damen vom Nadelglück ließen die Nadeln klappern, und irgendwann hieß es tatsächlich: simsalabim – 1517 Quadrate sind fertig!
Aber was nun? Die Antwort: Decken daraus machen.









Einige wurden zuhause zusammengenäht, andere in echter Gemeinschaftsarbeit – bei einem legendären Treffen im Dampfnudelbäck, bei dem Leni uns nebenher aus ihren Texten vorlas. Eine Atmosphäre wie im Wohnzimmer, nur mit deutlich mehr Garn.
Im Oktober war es dann so weit: Die fertigen Decken wurden an den United Kiltrunners e. V. übergeben – ein Verein, der mit seinem Rikscha-Projekt „Radeln ohne Alter“ Senioren kostenlos durch den Fürther Stadtpark und Wiesengrund fährt.










Gerade für ältere Menschen, die im Heim keine warme Kleidung besitzen, waren die Decken auf den Beinen ein Geschenk mit echter Wirkung – sie spendeten Wärme, Aufmerksamkeit und Freude.
Zur Probe stiegen Petras Mutter und Andreas Mann Uwe in eine Rikscha – und kamen mit leuchtenden Augen zurück.
Ein Projekt, das wie so viele beim Nadelglück zeigt: Wenn Herz, Humor und Handarbeit zusammenkommen, entsteht etwas ganz Besonderes.